Herr der Ringe-Visionär Peter Jackson wagt sich nun an tragische Stoffe und mutet dem Zuschauer die Geschichte des ermordeten Mädchens Susie zu, welches „von oben herab“ mitansehen muss, wie Eltern und Geschwister an seinem Tod zu zerbrechen drohen. Von einem Ort aus, der zwischen Himmel und Erde liegt, lernt Susie loszulassen und ihre Machtlosigkeit auf die Geschehnisse zu akzeptieren, während sich ihr gehetzter Vater (Marc Wahlberg mit wallender Hippiemähne) auf der Suche nach dem Mörder immer weiter von der restlichen Familie entfernt. Einblicke in das Haus des Täters sorgen für Gänsehautmomente der negativen Art und lassen menschliche Abgründe erahnen.
Peter Jackson schafft es, den Geist der Romanvorlage einzufangen und der Verfilmung trotzdem seinen Stempel aufzudrücken. Misst der Roman dem Zwischenhimmel als Ort keine große Bedeutung bei, erschlägt er hier als bunt animierte, sich ständig wandelnde Landschaft, in der Susie von einer (Alp-) Traumvision in die nächste stolpert.
Wirkliche Spannung kommt leider erst gegen Ende auf und ist nur demjenigen vergönnt, der sich bis dahin tapfer durch das ständig wachsende Leid gequält hat. Eher ein Film für diskussionsbedürftige Religionslehrer und nicht zu Entspannungszwecken geeignet.
Sensible Geister sollten Taschentücher bereithalten und sei es, um sich aus Angst dahinter zu verstecken.
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